Isabel Reis

Kinder wollte ich schon immer mindestens zwei haben, so verschlug es mich nach der Schule auch auf meinen sehr sozial-kreativ angehauchten Weg. Der Ausbildung zur Erzieherin schloss sich die Spiel- und Theaterpädagogin an sowie die Weiterbildung in der Montessori-Pädagogik.

Ende 2012 kam mein erster Sohn (A.) zur Welt, der mich an vielem in der Ausbildung Gelerntem zweifeln und umdenken ließ. Schon lange vor der Schwangerschaft stand fest, dass ich stillen und tragen will. Während der Schwangerschaft kamen noch die Themen Windelfrei (TopfFit/Ausscheidungskommunikation…) und Familienbett hinzu und bald darauf folgte die Auseinandersetzung mit Baby-led weaning.
Während des ersten Lebensjahres lernte ich dann noch die rückwärtsgerichteten Kindersitze – sprich: Reboarder – kennen und so darf er mit bald 3 Jahren immer noch die rückwärtsgerichtete Aussicht genießen.

Durch all das kam ich natürlich nicht spurlos vorbei an Begriffen, wie:
– Attachment Parenting (AP)
– bedürfnisorientierter Erziehung
– bindungsorientierter Erziehung
und ähnlichem.

A.wurde fast 21 Monate gestillt, davon 12 Monate nahezu voll, da er erst mit knapp einem Jahr wirklich mit dem Essen beginnen wollte. Getragen im Tuch habe ich ihn das erste mal nach etwa 2 Wochen und mit der Ausscheidungskommunikation haben wir nach 3 Monaten angefangen. Mit 6 Monaten besuchte ich einen Workshop zur Babyzeichensprache – Zwergensprache.
Ach und ins „große Bett“ kommt er auch immer noch gern.

Anfang 2015 wurde er großer Bruder von S. und ich darf mich seither als Mutter von zwei wundervollen Söhnen bezeichnen.
S. war von Anfang an sehr klar in seiner Ausscheidungskommunikation und auch ihm wurde/wird all das o.g. zuteil. Er will nicht ganz so viel getragen werden und würde am Liebsten auch schon umher laufen und auch die Sache mit dem Essen hat ihn schon sehr viel früher interessiert, als mir lieb war. Dafür war er nun die letzten Wochen weniger interessiert aufs Töpfchen zu kommen und auch die Babyzeichensprache interessiert ihn nur bedingt – ihm reicht aktuell „Milch“ als Universalzeichen.

Ursprünglich komme ich aus Erlenbach/Main (Landkreis Miltenberg), wohne aber nun schon einige Jahre in Würzburg. Ich freue mich aber immer wieder auf meine Heimat 🙂